PROFIS17.06.2020

Trotz vieler Chancen: 0:0 gegen Mannheim

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SVW
Foto: Sven Leifer
Haching und der Waldhof trennen sich in einem umkämpften Spiel im Sportpark unentschieden.

Die SpVgg Unterhaching hat sich am 33. Spieltag 0:0 vom SV Waldhof Mannheim getrennt. Die Hausherren waren dabei über weite Strecken spielbestimmend und hatten einige gute Torchancen. Doch bei Felix Schröters Lupfer war genauso Aluminium im Weg (8.), wie bei Max Dombrowkas Kopfball (59.). Zudem hatte Dominik Stroh-Engel vor der Pause ein große Gelegenheit, jedoch war diesmal ein Mannheimer Bein auf der Linie dazwischen (44.). Trotz einiger weiterer Möglichkeiten, blieb es bei einem torlosen Remis. 

Die Hachinger begannen am Mittwochabend in einem 3-4-1-2-System. Christoph Greger rückte dabei nach Muskelproblemen zurück in die Startelf, genauso wie Max Dombrowka, Sascha Bigalke und Dominik Stroh-Engel für Paul Grauschopf, Felix Müller, Alexander Fuchs und Lucas Hufnagel. Für den in Mannheim geborenen Niclas Stierlin ging es gegen seinen Jugendverein. Markus Schwabl absolvierte gegen den Waldhof seine 225. Partie in Liga drei. 

Beide Teams hatten zu Beginn des Spiels ein paar Schwierigkeiten sich im Unterhachinger Regen an den nassen Platz zu gewöhnen. So unterliefen auf beiden Seiten, auch aufgrund des Pressings, das sowohl die Rot-Blauen, als auch die Mannheimer spielten, einige technische Fehler. Die erste gute Chance im Spiel gehörte den Gastgebern. Nach einem langen Ball legte Stroh-Engel auf Bigalke ab, der einen wunderbaren Schnittstellenpass auf Felix Schröter abgab. Der 24-Jährige lupfte über Gästekeeper Timo Königsmann hinweg an den Pfosten, sein Nachschuss wurde zur Ecke geklärt (8.). Nur vier Minuten später tauchten nun auch die "Buwe" gefährlich vor dem Hachinger Gehäuse auf. Marcel Hofrath wollte eine flache Hereingabe zum 1:0 verwandeln, scheiterte jedoch an Nico Mantls Glanzparade. Bis zur 20. Minute war es eine ausgeglichene Partie, dann übernahm der Waldhof für kurze Zeit das Kommando, ließ die Hachinger für mehrere Minuten kaum aus der eigenen Hälfte, jedoch ohne ernsthaft gefährlich zu werden. Die Gastgeber antworteten mit Abschlüssen aus der Distanz, doch erst verzog Jim-Patrick Müller (27.), dann ging Bigalkes Versuch in die Arme von Königsmann (30.). Fünf Zeigerumdrehungen später waren die Rot-Blauen so richtig da. Sie ließen den Gästen kaum Luft zum Atmen, eroberten früh den Ball zurück und hatten eine gute Torchance durch Dominik Stroh-Engel, nachdem Markus Schwabl eine Flanke auf den Kopf der Hachinger Nummer sieben geschlagen hatte. Die Vorstädter waren nun ganz klar spielbestimmend und drückten auf den Führungstreffer. In der 43. Minute war es fast soweit. Erst wurde Königsmann von einem eigenen Mann zur Parade gezwungen, dann kam Greger aus spitzem Winkel an den Ball, wurde jedoch geblockt. Nur 60 Sekunden später die nächste Riesenchance für Haching, doch Marco Schuster blockte Stroh-Engels Schuss auf der Linie. So ging es torlos in die Pause. 

Ohne Wechsel ging es in die zweiten 45 Minuten. Nach einem kurzen Mittelfeldgeplänkel in den Anfangsminuten waren die Gäste zunächst gefährlicher. Gian-Luca Korte hatte nach einem durchgerutschten Querball viel Zeit im Hachinger Strafraum, doch sein Schuss ging nur ans Außennetz (55.). Drei Minuten später wechselte Claus Schromm das erste Mal. Alexander Fuchs ersetzten Niclas Stierlin und für Sascha Bigalke kam Lucas Hufnagel. Letzterer holte mit seiner ersten Aktion direkt eine Ecke heraus. Aus diesem Standard entwickelte sich eine weitere gefährliche Torchance. Max Dombrowka zielte jedoch mit seinem Kopfball etwas zu genau und traf nur die Latte. Hufnagels Nachschuss landete am Außennetz (59). Langsam wurde der Ton auf dem Platz rauer, das Spiel hektischer. In der 76. Minute gab es den nächsten Hachinger Doppelwechsel. Dominik Stroh-Engel und Moritz Heinrich weichten für Florian Dietz und Luca Marseiler. Kurz nach dem Doppelwechsel gab es die Doppelchance. Erst probierte es Fuchs von der Sechzehnerkante, Königsmann wehrte zur Seite ab. Der zweite Ball landete bei Müller, dessen Dropkick jedoch knapp am linken Pfosten vorbeirauschte (79.). Claus Schromm brachte mit Maximilian Krauß für Felix Schröter seinen letzten Joker (87.). Die Rot-Blauen wollten nun den Sieg unbedingt, doch ihnen fehlte das Quäntchen Glück. So auch Christoph Greger, der in der dritten Minute der Nachspielzeit einen Kopfball hauchzart am Tor vorbeisetzte. 

Am Sonntag geht es für die Spielvereinigung ins Emsland zum SV Meppen (13 Uhr). 

Haching: Mantl, Schwabl, Greger, Winkler, Dombrowka, J.-P. Müller, Stierlin (58. Fuchs), Heinrich (78. Marseiler), Bigalke (58. Hufnagel), Schröter (87. Krauß), Stroh-Engel (78. Dietz)

Ersatz: Kroll, Grauschopf, Fuchs, Marseiler, Hufnagel, Krauß, Dietz

Tore: -

Gelbe Karte: Stroh-Engel, Müller

Schiedsrichter: Matthias Jöllenbeck (Freiburg)