Haching gewinnt 2:0 in Erlbach und qualifiziert sich für das Toto-Pokal-Viertelfinale
Die Spielvereinigung Unterhaching hat das Viertelfinale im Bayerischen Toto-Pokal erreicht. Beim Bayernligisten SV Erlbach setzten sich die Vorstädter am Dienstagabend in einem umkämpften Duell verdient mit 2:0 durch. Dank einer konzentrierten Anfangsphase und einer stabilen Defensivleistung in der zweiten Hälfte machte die Bender-Elf den nächsten Schritt im Pokalwettbewerb perfekt. Cheftrainer Sven Bender veränderte seine Startformation im Vergleich zum Topspiel gegen die zweite Mannschaft des 1. FC Nürnberg in der Liga nur auf einer Position: Für Christopher Negele rückte Alexander Leuthard in die erste Elf.
Die Hachinger zeigten von Beginn an, dass sie ihrer Favoritenrolle gerecht werden wollten. Bereits in den ersten Minuten brannte es im Erlbacher Strafraum. Pfeiffer zielte nur knapp vorbei, Aigboje legte sich den Ball in aussichtsreicher Position zu weit vor. In der 13. Minute war es dann soweit. Nach einer Hereingabe von Leuthard kam der Ball über Umwege zu Ortel, der gedankenschnell reagierte und mit einem trockenen Schuss von der Strafraumkante zur 1:0-Führung abschloss.
In der Folge dominierten die Vorstädter das Geschehen, doch zwingende Chancen blieben zunächst aus. Erst kurz vor der Pause erhöhten die Rot-Blauen nochmals den Druck – mit Erfolg. Wieder war es Leuthard, dessen Flanke nicht entscheidend geklärt wurde. Skarlatidis nahm den Ball direkt und jagte ihn kompromisslos in die Maschen, die 2:0-Führung und ein echter Wirkungstreffer kurz vor der Halbzeit.
Nach dem Seitenwechsel kamen dennoch die Gastgeber mutiger aus der Kabine und erarbeiteten sich eigene Torchancen. Ramstetter zielte nicht genau genug, sein Volleyschuss ging über das Tor. In der 50. Minute musste Avdija dann in höchster Not klären, wenig später war der Hachinger Keeper hellwach, als ein Erlbacher frei auf ihn zulief – mit starkem Stellungsspiel vereitelte er den Anschlusstreffer.
Doch auch Haching blieb gefährlich. In der 54. Minute tankte sich Leuthard auf links durch und prüfte den SVE-Keeper aus spitzem Winkel, doch Bösl packte sicher zu. Die größte Gelegenheit vergab dann Pfeiffer in der 64. Minute. Nach einem Steilpass lief er allein auf den Erlbacher Schlussmann zu, doch ein Abwehrspieler grätschte im letzten Moment dazwischen. Auch Negele (70.) und Aigboje (81.) tauchten nochmals gefährlich vor dem Gehäuse auf, fanden aber jeweils ihren Meister im stark reagierenden Bösl.
Kurz vor Schluss wurde es dann hitzig. Nach einem langen Ball von Avdija prallte Gevorgyan mit dem gegnerischen Torhüter zusammen und sah die Gelb-Rote Karte (88.). In Unterzahl verteidigten die Vorstädter die Führung mit viel Leidenschaft und brachten die Führung gut über die Zeit. Nach sieben Minuten Nachspielzeit war der insgesamt verdiente Einzug ins Viertelfinale perfekt. “Ich bin sehr froh, dass wir eine Runde weiter sind. Großen Respekt vor dem SV Erlbach, die wirklich toll gespielt haben. Wenn sie in der zweiten Halbzeit das Tor machen, sieht das Spiel noch einmal ganz anders aus. Aber wir bleiben unserer Linie treu, Spiele zu gewinnen und nehmen den Erfolg gerne mit”, analysierte Sven Bender die Partie.
Tore: 1:0 Ortel (13.), 2:0 Skarlatidis (45+2)
Startelf: Avdija – Breuer, Winkler, Stiefler, Pfluger – Gevorgyan, Ortel, Leuthard (66. Negele), Skarlatidis (85. Krupa), Aigboje (90. M. Zimmermann) – Pfeiffer (66. Müller)
Ersatzbank: Kohler, Krattenmacher, T. Zimmermann, Zimmerer, Kainz
Gelbe Karten: Ortel, Breuer, Gevorgyan, Müller, Aigboje, Negele
Gelb-rote Karten: Gevorgyan
Zuschauerzahl: 1.250

