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Die SpVgg Unterhaching zu Besuch beim Lehrstuhl für Präventive Pädiatrie der TU München

Seit mittlerweile über 13 Jahren arbeitet die Spielvereinigung Unterhaching eng mit der Technischen Universität München, genauer gesagt mit dem Lehrstuhl für Präventive Pädiatrie, zusammen. Was einst 2011 als innovatives Pilotprojekt begann, hat sich heute zu einem zentralen Baustein der Nachwuchsförderung im gesamten NLZ entwickelt. Eine der umfangreichsten sportmedizinischen Begleitungen im deutschen Nachwuchsfußball, die weit über die Standards, wie sie im Rahmen der Lizensierung des Nachwuchsleistungszentrums vom DFB festgelegt worden sind, hinausgeht.

Gemeinsam mit den Sportwissenschaftlern und medizinischen Mitarbeitern der TUM werden alle NLZ-Spieler jedes Jahr einer umfangreichen Untersuchung unterzogen. Neben klassischen sportmedizinischen Checks gehören heute auch ruhend- und belastungsbezogene EKGs, regelmäßige Ultraschalluntersuchungen des Herzens sowie umfassende Leistungsdiagnostiken zum festen Bestandteil dieser. Besonders wertvoll ist dabei die langfristige Perspektive. Die körperliche Entwicklung der Nachwuchsspieler wird wissenschaftlich dokumentiert, um individuelle Fortschritte sichtbar zu machen, mögliche Risiken frühzeitig zu erkennen und jeden Spieler bestmöglich zu begleiten.

Dieser ganzheitliche Ansatz hat sich über die Jahre stetig weiterentwickelt. Was 2011 mit einer Studie begann, deren innovativer Ansatz darauf abzielte, motorische Defizite und versteckte Herz-Kreislauf-Probleme frühzeitig zu erkennen, gilt heute als Leuchtturmprojekt. Im Mittelpunkt steht nicht nur, wie schnell oder stark ein junger Spieler ist, sondern wie gesund, belastbar und nachhaltig leistungsfähig er oder sie bleibt. Von Ernährungsgewohnheiten über Regeneration bis hin zu Injury Prevention – das gesamte Umfeld des Leistungssports wird mitgedacht.

Die Kooperation ermöglicht es der Spielvereinigung zudem, einen wissenschaftlichen Beitrag zu leisten. Die Daten aus über einem Jahrzehnt zeigen, wie sich junge Sportler entwickeln, welche Faktoren sie stärken und welche Risiken frühzeitig erkannt werden können. Damit hilft das Projekt nicht nur den Talenten in Haching, sondern liefert auch wertvolle Erkenntnisse für die Forschung und die gesamte Fußballfamilie.

Im Mittelpunkt steht aber nach wie vor das wichtigste Gut und das ist die Gesundheit unserer Kinder und Jugendlichen. Die SpVgg Unterhaching und die TU München sind sich einig, dass nachhaltiger Spitzensport nur möglich ist, wenn junge Athleten körperlich wie mental bestmöglich betreut werden. Dank dieser beispielhaften Zusammenarbeit ist genau das seit vielen Jahren gewährleistet und wird es auch in Zukunft bleiben.

Hier seht ihr am Beispiel unseres U16-Spielers Samuel Krenzer, was so eine sportmedizinische Untersuchung alles beinhaltet. Außerdem erklärt Prof. Dr. Renate Oberhoffer vom Lehrstuhl für Präventive Pädiatrie die gemeinsamen Ziele und die Inhalte der langjährigen Kooperation.