JUNIOREN28.12.2019

Unterberger und Lechleiter ziehen ihre Bilanz

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Foto: SpVgg Unterhaching
„Enger geht’s nicht. Punkt.“

Das Jahr 2019 neigt sich dem Ende zu. Die U19 der SpVgg Unterhaching hat sich bereits in die Winterpause verabschiedet, die U17 ist in der Bundesliga noch bis Mitte Dezember beschäftigt. Wir haben uns mit den Trainern beider Mannschaften, Robert Lechleiter und Marc Unterberger, über das vergangene Jahr und ihre Erfahrungen unterhalten. Die beiden Coaches trainieren ihren Altersbereich in der zweiten Saison.

Was war im Jahr 2019 euer Highlight?

Marc Unterberger: Unser Highlight Jahr 2019 war der Klassenerhalt in der Bundesliga in Karlsruhe am letzten Spieltag. Zweifelsohne.

Robert Lechleiter: Ich glaube, das Highlight 2019 in der Vorrunde war, wie die Mannschaft aufgetreten ist in den Spielen. Dazu die Bilanz, die wir jetzt haben mit nur zwei Unentschieden und einer Niederlage aus 14 Spielen. Also ich würde die Vorrunde als Highlight hervorheben.

Was würdet ihr für ein Fazit aus der Vorrunde ziehen?

Unterberger: Wir ziehen unser Fazit nach dem Spiel in Stuttgart am 14.12. Bisher glaube ich, dass wir mit den 21 Punkten (Stand 09.12.) keinen zu wenig haben, aber auch keinen zu viel. Jeder einzelne Zähler war hart erarbeitet. Wir sind stand jetzt mit der Punkteausbeute zufrieden, wollen aber aus der letzten Partie auf alle Fälle noch etwas mitnehmen. Dann können wir auch relativ entspannt Weihnachten feiern.

Lechleiter: Unser Fazit von der Vorrunde ist im Endeffekt, dass die Jungs sehr viele Punkte geholt haben. In den drei Spielen, in denen uns das nicht gelungen ist, waren wir immer nah dran am Sieg. Eins davon war gegen Nürnberg. Man muss sich ja nur anschauen, wie viele Punkte sie geholt und wie viele Tore sie geschossen haben. Das Spiel gegen den Club hätten wir vielleicht auch in unsere Richtung biegen können. Unter dem Strich war eigentlich nur ein Spiel dabei, mit dem wir nicht zufrieden sein können. Das war das 1:1 gegen den TSV 1860 Rosenheim und mit Abstrichen das Derby gegen 1860 München. Ansonsten haben wir jedes Spiel gewonnen und damit können wir auch sehr gut leben.

Ihr trainiert euren Altersbereich jetzt das zweite Jahr. Was ist im Vergleich zum Vorjahr anders?

Unterberger: Der Erfahrungsschatz, den man aus diesem ersten Jahr mitnimmt, ist riesig. Der kommt einem in dieser Saison zu Gute. Seien es weite Auswärtsfahrten mit Hotelübernachtung, seien es Trainerkollegen, die man kennenlernt oder die Anlagen, auf denen man spielt. Das ist im ersten Jahr alles noch sehr neu und durch diese Erfahrung bekommt man auch eine gewisse Ruhe.

Lechleiter: Bei mir war es ähnlich. Man muss wissen, dass man mit der SpVgg Unterhaching in der A-Junioren-Bayernliga oft der Favorit ist. Man bespielt meistens tiefstehende Gegner, die möglichst lange die Null halten wollen. Das ist oft nicht einfach, man strahlt eine optische Überlegenheit aus und muss fast in Führung gehen. Dann geht der Knoten viel leichter auf. Man lernt einfach mit der Zeit, wie diese Liga tickt.

Wie seht ihr die Entwicklung eurer Mannschaft seit Saisonbeginn?

Unterberger: Die Mannschaft, die zum Saisonstart auf dem Platz stand, ist eine andere, wie die, die wir jetzt haben. Es sind sieben Spieler verletzt, deren Fehlen uns weh tut. Generell haben wir einen Jahrgang übernommen, in dem vier Spieler schon letztes Jahr Bundesliga gespielt haben. Die bilden auch den Stamm. Als U16 sind die Jungs in der vergangenen Saison aus der Bayernliga abgestiegen, daher wussten wir im Sommer nicht genau, wo sie stehen. Dass es in die richtige Richtung gehen würde, wussten wir. Aber wie lange es dauern würde eben nicht. Mittlerweile wissen wir, dass es sehr schnell ging. Die Mannschaft hat seit der Vorbereitung einen riesen Satz gemacht in Sachen Körperlichkeit, Trainingsfleiß und Einsatz aber auch was das Ballbesitzspiel angeht.

Lechleiter: Wir hatten leider auch von Anfang an viele Verletzte, die zum Teil in der Vorrunde gar nicht zum Einsatz kommen konnten. Ich bin nicht nur mit unserer Bilanz zufrieden, sondern auch, wie sich einzelne Spieler entwickelt haben. Wir sind als U19 der letzte Schritt zum Herrenfußball und haben die Aufgabe, die Jungs bestmöglich darauf vorzubereiten. Wenn wir das schaffen, können wir umso mehr zufrieden sein.

Wie eng ist die Zusammenarbeit mit dem Trainerteam der Profis um Claus Schromm?

Lechleiter: Bei beiden Mannschaften sehr, sehr eng. Claus und auch unser Präsident (Manfred Schwabl, Anm. d. Red.) versuchen bei jedem unserer Heimspiele vor Ort zu sein. Wir können mit jeder Angelegenheit zu den beiden kommen. Somit sind wir nah dran an ihnen und sie ganz nah an uns. Das ist der Weg, den der Verein ja auch bestreiten will.

Unterberger: Dem ist nichts hinzuzufügen. Enger geht’s nicht. Punkt.

Wie sieht abschließend euer Ausblick auf das Jahr 2020 aus?

Unterberger: Nachdem ja bald Weihnachten ist, habe ich den Wunsch, dass wir schnellstmöglich die nötigen Punkte für den Klassenerhalt sammeln. Danach möchten wir wieder eine Mannschaft aufbauen, die auch nächstes Jahr gut in der Bundesliga bestehen kann. Wir haben im Jahrgang 2004 wieder ein paar sehr vielversprechende Talente. Ansonsten ist es ein weiteres Ziel, so viele Spieler wie möglich wieder in die U19 zu bringen. Da sind wir aktuell auf einem sehr guten Weg.

Lechleiter: Da greife ich den Weihnachtswunsch gleich auf. Ich wünsche mir, dass wir in der Rückrunde deutlich weniger verletzte Spieler haben, wie in der Vorrunde. Damit mal Alle zeigen können, was sie drauf haben. Sportlich wollen wir den Weg aus der Vorrunde weitergehen. Wenn wir in der Rückrunde daran anknüpfen können, wäre das eine sehr gute Sache. Vielleicht können wir ja auch den 1. FC Nürnberg auch nochmal ein bisschen kitzeln, aber da dauert es ja noch bis Ende März, bis wir aufeinander treffen.