PROFIS26.11.2021

Verrückter Dreier im S-Bahn-Derby

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HSTT
Foto: Sven Leifer
Haching gewinnt gegen neun Heimstetter mit 4:3.

Die SpVgg Unterhaching hat gegen den SV Heimstetten mit 4:3 gewonnen. Hierbei änderte Cheftrainer Sandro Wagner die Startaufstellung im Vergleich zum 1:1 beim FC Augsburg II auf nur einer Position. Benedikt Bauer kam für Jannis Turtschan in die erste Elf.

Am Ende ging ein tiefes Aufatmen durch den Sportpark. Trotz doppelter Überzahl hatten die Vorstädter gegen die abstiegsbedrohten Heimstetter ihre Schwierigkeiten. Zwar hatten die Hausherren von Beginn an mehr Spielanteile zu verzeichnen, mehr als eine große Möglichkeit für Christoph Ehlich, einzelne Halbchancen für Patrick Hobsch und zwei zurückgenommene Abseitstore durch José Pierre Vunguidica kamen allerdings nicht zustande. In der 21. Minute dann der erste Aufreger. Ehlich startete durch und wurde rund 25 Meter vor dem Tor von Bernard Mwarome von den Beinen geholt – Notbremse und Rot gegen den Heimstetter Abwehrspieler. Auch Co-Trainer Roman Langer sah wegen zu lautstarken Reklamierens Rot. Fünf Minuten später setzte Benedikt Bauer Angreifer Hobsch mit einem schönen Pass in die Schnittstelle in Szene. Letzterer schob zur Hachinger Führung ein. Doch auch in Überzahl und mit der Führung im Rücken verpassten die Vorstädter das 2:0. 

Und so kamen die Gäste mit einer Überraschung aus der Kabine und zurück ins Spiel. Der eingewechselte Emre Tunc wurde im Strafraum gefoult, den Strafstoß verwandelte Moritz Hannemann zum Ausgleich. Die nächsten Minuten wurden verrückt, denn mit einem Mann weniger gingen die Heimstetter plötzlich in Front. Alexis Fambo traf mit einem strammen Linksschuss ins lange Eck (52.). Praktisch im Gegenzug hob Hobsch den Ball über den Heimstetter Torhüter, doch Fabio Sabbagh verhinderte den Ausgleich durch ein Handspiel. Die Folge: Elfmeter und die zweite Rote Karte für die Gäste. Hobsch verwandelte den Strafstoß zum Ausgleich. Doch wieder war es der SVH, der nun in doppelter Unterzahl erneut in Führung ging. Carl Weser schloss mit der Innenseite halbhoch ins rechte Eck ab (64.). Tief stehende Heimstetter versuchten nun, die Führung irgendwie über die Zeit zu bringen. Doch wieder war es Patrick Hobsch, der per Kopf ausglich. Nachdem José Pierre Vunguidica zunächst zweimal scheiterte, gelang ihm der vielumjubelte Siegtreffer, indem er eine Flanke von Simon Skarlatidis einnickte. Das nächste Heimspiel steht schon am kommenden Dienstag, den 30. November 2021, gegen den 1. FC Schweinfurt auf dem Programm. Anpfiff ist um 19 Uhr.

Aufstellung: Heilmair, Kyere (Pisot/78.), Welzmüller, Vunguidica, Zimmermann (Bacher/62.), Schwabl, Bauer, Skarlatidis (Seidel/87.), Ehlich, Hobsch, Westermeier (Mashigo/58., Porta/70.)

Tore: 1:0 Hobsch (26.), 1:1 Hannemann (46./FE), 1:2 Fambo (52.), 2:2 Hobsch (57./HE), 2:3 Weser (64.), 3:3 Hobsch (70.), 4:3 Vunguidica (84.)

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